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Alle Folgen

Wir Europäer·ARTE

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1 Staffel · 6 Ep.

Staffel 1

S1 · E1 45 Min.

Europa beginnt zu denken (15. Jahrhundert) Folge 1

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Unser Kontinent im 15. Jahrhundert. Rund 50 Millionen Menschen verschiedenster Sprache und Kultur leben hier. Das Wissen ihrer Zeit wird an 77 Universitäten gelehrt, in der Weltsprache Latein und unter den wachsamen Augen der katholischen Kirche. Sie bestimmt, wie die Welt zu sehen ist. Doch damals wächst eine Idee, die wir heute für selbstverständlich halten: Der Glaube an die eigene Erkenntnis, an den eigenen Kopf. Es ist die Geburt des Individuums. Europa beginnt zu denken stellt drei eigensinnige Europäer vor, die damals ihrer eigenen Überzeugung folgten und bereit waren, dafür auch Tabubrüche zu begehen. Einfach nur zu übernehmen, was herrschende (kirchliche) Lehrmeinung war, stellte sie nicht mehr zufrieden. Sie stellten Fragen, prüften, beobachteten, schlussfolgerten, machten sich ihre eigenen klugen Gedanken über das, was sie sahen, hörten, lasen. Und dieses Vertrauen in die eigenen Erkenntnisfähigkeit war neu – und für die Kirche unerhört. Der Tscheche Jan Hus folgt seinem Gewissen und interpretiert in Prag die Bibel auf seine Weise. Der Astronom Nikolaus Kopernikus aus dem ermländischen Frauenburg macht sich seine eigenen Gedanken und stellt am Ende die Welt auf den Kopf. Auch der flämische Anatom Andreas Vesalius traut seinen Augen und seinen eigenhändigen Forschungen mehr als allen philosophischen Überlieferungen, wenn sie der Überprüfung nicht standhalten. Drei Europäer, Jan Hus, Nikolaus Kopernikus und Andreas Vesalius, die dem misstrauten, was überliefert war – und die sich von keiner Autorität davon abhalten ließen, eigene Wege der Erkenntnis zu beschreiten. Diese Haltung ist die Grundlage aller Wissenschaft. Sie markiert den Beginn der Neuzeit in Europa, von ihr führt der Weg zur Epoche der Aufklärung. Und bis heute muss sich jede Macht, die den einzelnen Menschen verachtet, vor dem Willen und der Fähigkeit zur selbständiger Erkenntnis fürchten.

S1 · E2 45 Min.

Europa erfindet den Kapitalismus (16. Jahrhundert) Folge 2

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Unser Kontinent Anfang des 16. Jahrhunderts. 80 Millionen Menschen verschiedenster Sprache und Kultur, verbunden durch ein altes Netz von Handelswegen. Doch zahllose Vorschriften und Gesetze beschränken diesen Handel. In dieser Zeit entwickeln Kaufleute die Bausteine einer neuen Wirtschaftsform, die wir heute für selbstverständlich halten: Den Kapitalismus. Europa erfindet den Kapitalismus stellt drei Europäer vor, die international Handel treiben und ihr Geld verdienen wollen und die Beschränkungen, die Staaten und Fürsten ihnen setzen wollen, aufbrechen. Sie entwickeln die Ökonomie weiter und perfektionieren neue Methoden des Erwirtschaftens von Profit. Sie operieren international, kennen sich aus mit Geldgeschäften, Krediten und Wechseln und probieren erfolgreich die Grundlage der Massenfertigung: die Arbeitsteilung. Der Lübecker Kaufmannssohn Wilhelm Brömse soll ins östlichste Kontor der Hanse, nach Nowgorod, um dort zu lernen, was ein Hansekaufmann wissen muss. Der Augsburger Kaufmann Jakob Fugger steigt zu einem der reichsten Männer Europas auf. Der französische Kaufmann Etienne Turquet ist aus Italien nach Lyon gekommen und wird dort zum Pionier der kapitalistischen Massenproduktion. Drei Europäer – Wilhelm Brömse, Jakob Fugger und Etienne Turquet - die Handel treiben und produzieren wollten – ohne politische Einengung durch Fürsten und Staaten, ausgerichtet nach den Gesetzen von Gewinn und Profites. Europäer wie sie entwickelten in dieser Zeit die Grundlagen der modernen Ökonomie. Das Industriezeitalter fügte später Maschinen und Technik hinzu und beschleunigte die Produktion und den Kreislauf des Kapitals.

S1 · E3 45 Min.

Europa erringt den Frieden (17. Jahrhundert) Folge 3

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Unser Kontinent Anfang des 17. Jahrhunderts. 130 Millionen Menschen verschiedenster Sprache und Kultur – zerstritten in der Frage nach dem rechten Glauben. Haben ihn der Papst und die Katholiken? Oder die Protestanten? Es darf doch nur einen Weg zum Seelenheil geben! So gibt es keine Lösung – und einen nicht enden wollenden Krieg. Doch weil der schließlich für keinen mehr zu gewinnen ist, muss es einen anderen Ausweg geben. So wird erstmals ein Frieden verhandelt, der allen Kriegsparteien Zugeständnisse und Toleranz abverlangt. Und der Westfälische Friede wird zum europäischen Friedensideal. Europa erringt den Frieden stellt drei Europäer vor, die mit dem Unfrieden zwischen katholischer und protestantischer Konfession konfrontiert werden und eine Lösung suchen. Der Kirchenmann Melchior Khlesl aus Wien ist seiner Zeit voraus, weil er begreift, dass eine Verständigung zwischen den christlichen Konfessionen von Vorteil wäre. Der Söldner Peter Hagendorf kämpft in diesem langen blutigen Krieg mal für die einen, mal für die anderen – Hauptsache, er überlebt! Der päpstliche Gesandte Fabio Chigi aus Rom verhandelt im Auftrag des Vatikans und stemmt sich am Ende vergebens gegen den Frieden zwischen Katholiken und Protestanten. Protestanten und Katholiken in Europa mussten einsehen, dass sie den Glauben der jeweils anderen Christen hinzunehmen hatten. Zum ersten Mal war ein Friede gelungen, der nicht nach Schuld fragte und allen Parteien Zugeständnisse abverlangte. Ein Dammbruch. Ein Beweis, dass ein Verhandlungsfrieden möglich ist. Auch wenn die meisten Kriege anders geendet haben, ist es bis heute das unbestrittene Friedensideal.

S1 · E4 43 Min.

Episode 4 Folge 4

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S1 · E5 43 Min.

Episode 5 Folge 5

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S1 · E6 43 Min.

Episode 6 Folge 6

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6 Folgen in Staffel 1

Einige Angaben stammen von TheTVDB.

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