Nirgendwo sonst an Land herrscht eine so große Vielfalt wie im Regenwald von Amazonien. Der Kampf ums Überleben hat Wesen geschaffen, deren Aussehen und Verhalten unsere Vorstellungskraft sprengt. Neue Lebensformen verschwinden schneller, als Wissenschaftler sie erforschen können. Warum herrscht gerade hier eine solche Artenfülle? Es hat Jahrhunderte gebraucht, um das große Rätsel zu lösen - in dieser Welt, die wir mal als Paradies, mal als grüne Hölle empfinden.
S1 · E245 Min.
Veröffentlichung: bald
S1 · E245 Min.
Das Zusammenspiel der ArtenFolge 2
bald
Veröffentlichung: baldWubly-Bewertungw7,0·Du
Der Amazonas Regenwald ist einer der reichsten Lebensräume der Erde. Hier existieren mehr Tier- und Pflanzenarten als irgendwo sonst an Land. Sie gehen ungewöhnliche Allianzen ein und sind auf einzigartige Weise miteinander verbunden. Was spielt sich hinter der grünen Kulisse ab - was ist das Erfolgsgeheimnis des Regenwaldes?
Amazonien ist weit mehr als eine bunte Ansammlung exotischer Arten. Es ist ein Netzwerk aus komplexen Wechselbeziehungen und Symbiosen, das ein Leben auf den nährstoffärmsten Böden der Welt erst möglich macht.
Die Kommunikation zwischen den "Vertragspartnern" funktioniert in dem grünen Universum häufig über Farben. Sie können Partner anlocken oder Feinde abschrecken. Während Felsenhähne mit ihrem leuchtend roten Gefieder Weibchen auf sich aufmerksam machen, signalisieren Pfeilgiftfrösche mit ihren bunten Farben, dass sie ungenießbar sind. Im Kronendach mächtiger Urwaldriesen locken farbenprächtige Blüten kleine Kolibris an. Die Form der Blütenkelche entspricht exakt der des Kolibrischnabels. So bleiben der Nektar und damit auch die Pollenverbreitung dem kleinen Vogel vorbehalten. Auch die weibliche Blüte der Victoria amazonica, einer riesigen Seerose, lockt Bestäuber an: Sie verströmt einen süßen Duft, der Insekten in ihr Inneres lockt. Dort ist es kuschelig warm, und während sich Blatthornkäfer am Nektar laben, schließt die Seerose ihre Blüte und sie ändert ihr Geschlecht. Wenn der Käfer wieder freigeben wird, trägt er bereits den männlichen Pollen mit sich.
Andere Arten setzen auf Unauffälligkeit. Um ihren Feinden zu entgehen, tarnen sie sich als Blatt oder Borke. Doch am raffiniertesten ist es, sich den Feind zum Freund zu machen. Ein kleiner Frosch wagt sich in den Bau einer Vogelspinne und hält so Ameisen und Parasiten von ihren Jungen fern. Andere Fressfeinde werden sich hier kaum hineinwagen.
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S1 · E345 Min.
Veröffentlichung: bald
S1 · E345 Min.
Alarm im RegenwaldFolge 3
bald
Veröffentlichung: baldWubly-Bewertungw6,4·Du
Der Regenwald ist wichtig für das Weltklima, seine Existenz jedoch bedroht. Die Gier nach wetterbeständigen Tropenhölzern, Ölvorkommen oder Gold gefährdet den Regenwald heute mehr als je zuvor. Riesige Flächen werden Tag für Tag gerodet und abgebrannt. Aber nur zwei Prozent der gerodeten Bäume werden überhaupt weiterverarbeitet und genutzt. Auf den gerodeten Flächen weiden schließlich Rinder, doch der Boden ist so gut wie unfruchtbar und es wächst kaum Gras für die Tiere. Auf der Suche nach Gold bewegen Arbeiter tonnenweise Schlamm und Kies aus den Flussbetten. Quecksilber soll das Edelmetall aus dem Erdreich lösen. Das vergiftet Arbeiter und Flüsse. Inzwischen ist dieses Vorgehen eine ernsthafte Gefahr für die Unterwasserwelt Amazoniens, in der die Amazonas-Seekuh sowie Tausende Fischarten heimisch sind.
Daher bekämpft die brasilianische Regierung seit 2005 den Holzeinschlag: Mit Helikoptern suchen Ranger nach illegalen Sägewerken. Biologen erforschen die Tierwelt, denn nur wenn sie nähere Details über das Leben von Aras, Jaguaren und Harpyien kennen, können sie sinnvoll ihren Schutz vorantreiben.
Am Boden herrscht der Jaguar, die größte Raubkatze Südamerikas. Es gibt nur wenige größere Säugetiere im Regenwald, und um genug Beute zu finden, braucht ein Jaguar ein großes Territorium. Bisher leben die schwimmfreudigen Großkatzen eher im Geheimen - doch nun beginnen Forscher von der Umweltorganisation WWF, sie mit Senderhalsbändern auszustatten. Die bisher gesammelten Daten zeigen, welche Gebiete die Tiere bevorzugen, und wie groß ihre Raumansprüche an den intakten Wald sind.
Doch Mensch und Regenwald müssen nicht im Widerspruch zueinander stehen. Das beweisen immer mehr Projekte zur nachhaltigen Nutzung, wie im Fall der Paranuss. In Brasilien, Peru und Bolivien stellt ihr Export einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Doch der Baum wächst nur im intakten Wald, nicht auf Plantagen, denn er ist bei seiner Verbreitung auf die Hilfe vo