Die Geburt des "unsichtbaren Reichs" Folge 1
1865 gründet eine Gruppe von Bürgerkriegsveteranen aus den Südstaaten einen Geheimbund: den Ku-Klux-Klan. Bald verbreitet der Klan Furcht und Schrecken unter der schwarzen Bevölkerung, die gerade aus der Sklaverei befreit wurde. Bluttaten und Lynchmorde nehmen zu. Der Kongress beginnt, gegen den KKK vorzugehen, was 1871 zur offiziellen Auflösung des Klans führt. 1915 wird der Ku-Klux-Klan, angestoßen von David W. Griffiths Film „Die Geburt einer Nation“, allerdings neu gegründet. Unter neuen Anführern passt sich der Klan an die gesellschaftlichen Veränderungen in den USA an, radikalisiert sein Programm: Der KKK wendet sich radikal gegen Einwanderung und Urbanisierung, wird antikommunistisch, antisemitisch und antikatholisch. Fast vier Millionen Amerikaner schließen sich der Gruppe an, die zu einem riesigen, einflussreichen Lobbyverband geworden ist. Ende der 20er Jahre wird die Bewegung durch Skandale und die Wirtschaftskrise geschwächt, nach dem Zweiten Weltkrieg erneutl aufgelöst.