Teil 1 Folge 1
Das amerikanische Selbstbild der 1960er Jahre ist geprägt von Wohlstand und Freiheit. Das Land steht hinter dem sogenannten „liberalen Konsens“, einer kollektiven Zukunftsvision, die eine gewisse Regulation der kapitalistischen Marktwirtschaft sowie ein staatliches Sozialhilfesystem beinhaltet. 1963 löst die Ermordung John F. Kennedys eine Schockwelle aus und wirkt wie ein Warnschuss: Die ruhigen Zeiten in den USA sind vorbei. Die Konservativen – Nostalgiker des Wilden Westens und einer Welt ohne Staat und Steuern, die den liberalen Konsens als sozialistische Diktatur erachten – werden damals noch als Spinner am rechten Rand der republikanischen Partei abgetan.